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Azoren - Sao Miguel, Pico und Faial

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Die Azoren sind ein spezielles Reiseziel : Wer gern unberührte Natur erleben will, wer gern wandert, Fahrrad fährt oder einfach die Seele baumeln lässt, der ist hier richtig. Wer lieber viel Unterhaltung erlebt, in Discos geht, Schaufensterbummel liebt und sich mit Mitbringseln eindecken möchte, der sollte sich lieber ein anderes Reiseziel aussuchen. Die Azoren sind etwas für Liebhaber. Sie können einen faszinieren – oder auch nicht. Die Landschaft ist atemberaubend, überall ist es grün und mit Pflanzen überwuchert. Von Frankfurt aus führt es die meisten Touristen mit dem Flugzeug auf die Hauptstadt der Azoren, nach Ponta Delgada. Ponta Delgada ist ein reizendes Städtchen, das vom Flughafen aus in 10 Minuten Fahrt erreichbar ist. Die Nähe zu Portugal ist hierbei überall zu spüren, besonders in den Kirchen, Klöstern und Palästen, die im überall bekannten Emanuelstil gebaut sind. Leider hat auch Ponta Delgada die Neuzeit erreicht, und so gibt es auch hier die ersten wenigen Hochhäuser, die hauptsächlich unten an der Uferpromenade stehen. Urlauber müssen die in mitten der Stadt liegende Kirche Ermida de Nossa Senhora da Mae Deus aufsuchen. Von dort hat man einen atemberaubenden Blick auf die Stadt.

Schon von weitem sieht die Lage der Kirche auf ihrem Hügel sehr prunkvoll aus. Vor allem der Blick auf den Hafen, in dem sich die Lichter der Stadt spiegeln, macht diesen Ausflug einen Besuch wert. Santa Maria ist die erste Nachbarinsel, die sich vor gut 14 bis 16 Millionen Jahren aus den Fluten erhob. Auf den Azoren, einer Vulkaninselgruppe, zeigen sich alle Möglichkeiten vulkanischer Eruptionsformen. Der hawaiianische Typ kommt besonders auf Graciosa vor, der strombolianische Typ ist der häufigste, der plinianische ist der gefährlichste, er kommt auf Faial vor. Doch Urlauber sollten sich keine Sorgen machen, der letzte Ausbruch liegt schon einige Jahre zurück. Eine Fahrt nach Sete Cidades, einem kleinen Bauerndorf, das am Rand der zwei berühmten Seen Lagoa Azul und Lagoa Verde liegt, ist ein besonderes Highlight. Die beiden nebeneinander liegenden Seen konnte man vom Aussichtspunkt Vista do Rei aus am besten sehen: Der eine See leuchtete blau, der andere grün. Die beiden Seen umgibt eine Saga um eine Prinzessin und einen Hirtenjungen, die nicht zusammen sein durften und daraufhin so bitterlich weinten, dass aus den blauen Augen der Prinzessin der Lagoa Azul, aus den grünen Augen des Hirtenjungen der Lagoa Verde entstand. Auf der Fahrt nach Furnas entdeckt man einige großartige Aussichtspunkte, von denen man bei gutem Wetter wunderbare Fotos machen kann. Man sieht den Atlantik und die dicht bewachsene Umgebung. Das Spannende am Besuch sind die beiden einzigen Teeplantagen Europas. Die Teeanbaufelder sind sehr schön, die Gleichmäßigkeit der Plantagen steht in Gegensatz zu dem sonstigen Dickicht des Waldes. Auf der Strecke hat man einen schönen Blick in das Tal und auf das Dorf. Hier begegnet man schon der Besonderheit von Furnas: den brodelnden heißen Quellen, die aus dem Innern des Vulkans aufsteigen. Es brodelt und zischt, und die Geräusche deuteten an, was unter der Erde wirklich vorgeht. In ein Paar gefertigte Erdlöchere lassen die Bewohner – besonders die Restaurantköche – Töpfe hinunter, um den heißen Dampf zum Garen der hiesigen Spezialtät, des Cozido das Furnas, zu verwenden. Die Azoren sind noch nicht besonders touristisch erschlossen, und so wird manch einer evtl. ein wenig enttäuscht sein. Wer sich zum Beispiel hier auf kulinarische Köstlichkeiten gefreut hat, wird auf den Azoren enttäuscht. Große Köche sind sie nicht, es gibt kaum eine lokale Spezialität nur ein paar Gerichte aus dem Meer. Das Essen ist, ähnlich wie in Deutschland, einfach, gewürzt wird mit Pfeffer und Salz, man bekommt köstliche Fische und gutes Fleisch. Am besten man probiert sich einfach durch.

 

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