Schon bei der Ankunft am Flughafen wird jedem Besucher klar, dass er im Reich des Ursus maritimus, dem Eisbären befindet. Große Warnschilder in mehreren Sprachen weisen genau darauf hin, dass außerhalb von Longyearbyen ständig die Gefahr besteht einem der starken Tiere zu begegnen. Der norwegischen Regierung ist es heutzutage sehr wichtig, dass weder Eisbären noch Touristen zu Schaden kommen. Das Leben auf Spitzbergen, der größten Insel im Svalbard-Archipel, hat seine Besonderheiten und einige davon kann man schon beim ersten Spaziergang durch Longyearbyen, dem Hauptort, bereits entdecken. So fällt die lokale Küche zum Beispiel etwas deftiger aus im Vergleich zum Heimatland. Die Jagd gehört hier nach wie vor zum Alltag, egal was man als Besucher darüber denken mag. Um die Beute frisch zu halten benötigt man auf Spitzbergen nicht mal eine Gefriertruhe. Man hängt Sie einfach hinter das Haus.
Im Souvenirhandel bekommt man all das, was man eigentlich auf seiner Expedition in freier Wildbahn entdecken möchte. Ausgestopfte Eisbären sind zwar nur noch Dekoration, bieten allerdings eine gute Möglichkeit die Größe der Tiere aus nächster Nähe bestaunen zu können. Am besten erkundet man die Gegend mithilfe eines Schiffes. Tut man dies, führt einen der Spaziergang nach kurzer Fahrt zum Alkhornet, einem steil aufragendem Felsvorsprung, dessen Steilwand eine Kolonie Meeresvögel jedes Jahr zur Brut benutzt. Dreizehenmöwen, Eismöwen, Eissturmvögel und Gryllteisten können ohne weiteres gesehen werden und es ist manchmal gar nicht so einfach diese zu unterschieden. Höhepunkt sind dann allerdings für die Meisten die ersten Rentiere, die leider sehr scheu sind und dementsprechend schnell wieder verschwinden. Unter Segeln kann man von dort am besten nach Süden weiter fahren zum Fridtjov Fjord, wo man die Nacht vor einem Gletscher verbringen kann und im Wasser treibend ein paar kleine Eisberge zu beobachten sind von denen einige wie kunstvolle Skulpturen aussehen. Nach fast zwei Wochen in der Einsamkeit des Schiffes hat der Besuch in Ny Ålesund seinen besonderen Reiz. Dieses ruhige Nest ist die nördlichste Siedlung der Welt und ein willkommener Außenposten der Zivilisation. Hier gibt es einen großen Laden mit Souvenir- und Reisebedarf, das nördlichste Postamt der Welt, Telefone (!), ein Hotel, ein kleines Museum und Polarforschungsstationen vieler Staaten, inklusive Deutschlands, Chinas und Indiens. Abgesehen von den vereinzelten Kurzbesuchen der Touristen, halten sich hier überwiegend Wissenschaftler auf. Die Inselgruppe von Spitzbergen hat ihren ganz besonderen Charakter und bezaubert durch ihre raue Einsamkeit. Empfehlenswert für die Erkundung Norwegens ist ein Norwegen Ferienhaus.
Große Tierpopulationen, wie sie in der Antarktis anzutreffen sind, gibt es hier überhaupt nicht. Da im Spätsommer die Nistplätze in den Vogelfelsen schon lange verlassen sind, herrscht vor allem eine große Ruhe. Zusätzlich bietet Spitzbergen außerordentliche Wandermöglichkeiten durch unberührte Natur, bei der man auch seltene Pflanzen und geologische Formationen bewundern kann. Nicht zu vergessen sind die unzähligen historischen Überreste längst vergangener Walfangstationen, die Basislager vieler berühmter Forscher und Entdecker und die zurückgelassenen Maschinen mehr oder weniger erfolgreicher Bergbauunternehmungen. Es empfiehlt sich unbedingt noch am Ankunftstag die Freizeit zu nutzen um das Svalbard Museum in Longyearbyen zu besuchen. Dort kann man sich vor der Rundreise den besten Überblick über die Flora und Fauna sowie einen politischen und historischen Hintergrund verschaffen. Auch einige Berührungspunkte mit der deutschen Geschichte sind nicht ausser Acht zu lassen.





