Schon im früheren Jugoslawien waren Reisen an die kroatische Adriaküste recht beliebt. Nach dem Balkankrieg in den neuziger Jahren des vorigen Jahrhunderts kam der Tourismus in der nun neuen Republik Kroatien für kurze Zeit fast zum erliegen.kro
Nur Einheimische und Touristen aus Bosnien oder Slowenien trauten sich nach dem Krieg hier an der Adria zu urlauben. Noch waren viele Flüchtlinge aus zerstörten kroatischen Städten in den Hotels untergebracht und standen daher für den Tourismus noch nicht zur Verfügung. Da aber die Wirtschaft des Landes ganz erheblich vom Tourismus abhängt, wurde sehr schnell renoviert, neu gebaut und alles für dafür getan, dass die Gäste sich wieder an der kroatischen Adria wohlfühlen konnten. Auch die Nationalparks, allen voran der Plitvicer Nationalpark, wurde schöner als zuvor wieder hergerichtet.
Das Land Kroatien, mit der Hauptstadt Zagreb, ist überwiegend von Katholiken bewohnt, Moslems, serbisch Orthodoxe und andere Religionen sind in der Minderheit. Viele schöne Kirchen und Kathedralen zeugen von der tiefen Gläubigkeit der kroatischen Bevölkerung. Die Landeswährung ist die Kuna, andere Währungen werden nicht angenommen, es muss in den Wechselstuben getauscht werden. Kartenzahlungen in Geschäften, an Tankstellen und in Hotels sind aber möglich.
Das Straßennetz ist inzwischen sehr gut ausgebaut worden und über die Autobahnen sind die Küstenorte in Istrien oder Dalmatien sehr gut erreichbar. Ebenso werden verschiedene Flughäfen wie Zagreb, Zadar, oder Dubrovnik von internationalen Fluggesellschaften angeflogen.
Leicht und schnell erreichbar sind außerdem über die neue Autobahn A1 von der Anschlussstelle Zagreb alle Küstenorte in Dalmatien. Die Autobahn mit dem Sveti Rok- Tunnel führt direkt durch das Velebit-Gerbirge, das früher mühsam überquert werden musste.
Die Autobahn führt bis Split und zum Beispiel von der Ausfahrt Vodice/Sibenik lassen sich die gleichnamigen Urlaubsorte, aber auch die ganze Region um Sibenik mit den vorgelagerten Inseln gut erreichen. So ist die Insel Murter, die zum Nordwestteil der Sibeniker Inselgruppe gehört, bequem über eine Brücke zu erreichen. Die kleine Insel, mit dem gleichnamigen Hauptort Murter, ist nur knapp 18 Quadratkilometer groß und bietet den Kroatien Urlaubern viel Ruhe abseits der großen Touristenzentren.
Auf der Insel Murter finden sich felsige Zugänge zum Meer, wie auch flache Kiesstrände und schöne einsame Buchten mit Sandstrand. Diese Sandstrände sind aber nicht so fein wie etwa der Ostseestrand, sondern eher ein sehr feiner Kieselstrand. Richtige Sandstrände finden sich kaum in Dalmatien. Einer der schönsten Sandstrände der dalmatinischen Sibenik- Riviera ist bei dem Hauptort der Insel, in der Slanica-Bucht zu finden. Da die Insel aus Kalkfelsen besteht, ist das Wasser hier kristallklar und von sehr guter Qualität. Wassersport steht daher auch für die Urlauber der Insel an erster Stelle. Die Insel bietet aber noch zahlreiche weitere Aktivitäten wie Tennis, Bootsausflüge oder Radtouren. So kann die Insel zum Beispiel per Mountainbike erforscht werden. Nahe des Ortes Betina, im Nordosten der Insel, sind Überreste einer altrömischen Siedlung zu sehen, oder man besucht eine der zahlreichen schönen Kirchen der Insel.
Ausflüge zu verschiedenen Nationalparks in der Nähe bieten sich an, wie dem Kornaten Nationalpark, der aus 89 Inseln besteht und bei einem Bootsausflug besichtigt werden kann. Nicht weit entfernt liegt auch der Krka Nationalpark, der mit Höhlen, Wasserfällen und einer reichhaltigen Flora und Fauna besticht. Ebenso können Ausflüge in die Städte Zadar, Sibenik oder nach Split, Trogir und Vodice unternommen werden. Murter liegt nur sechs Kilometer vom Festland entfernt und bis Zadar sind es etwa 30 Kilometer.
Private Unterkünfte und Hotels in Kroatien mit verschiedenen Kategorien stehen neben einem Campingplatz für die Gäste zur Verfügung. Ebenso verfügt die Insel Murter über eine Marina mit 400 Liegeplätzen und einem Restaurant, einer Wäscherei und weiteren Geschäften. Auch eine Bootscharter ist hier möglich.
Die Insel Murter ist überwiegend von Oliven-und Feigenbäumen bewachsen, ansonsten ist die Vegetation eher karg. Das Olivenöl der Insel ist aber weithin bekannt, es wurde sogar schon einmal mit einer Goldmedaille ausgezeichnet.